Übergangspflege in Niederösterreich

Zeit der Genesung

Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie zur Genesung brauchen. Das Land Niederösterreich bietet in 20 Zentren das Angebot der rehabilitativen Übergangspflege mit sehr großem Erfolg an.

Vielen Menschen ist es gerade nach einer schweren Operation und einem Krankenhausaufenthalt noch nicht möglich, den Alltag zu Hause alleine zu bewältigen. Sie brauchen für eine gewisse Zeit pflegerische Hilfe, Betreuung und Unterstützung. Für diese Lebensphase gibt es die sogenannte „rehabilitative Übergangspflege“. Das Land Niederösterreich fördert diese spezielle Pflege- und Therapieform und bietet sie als Träger in insgesamt zwanzig „Übergangspflegezentren“ in den NÖ Landespflegeheimen an. Ziel ist es, dass Betroffene rasch genesen und bald wieder im eigenen Zuhause (mit oder ohne Betreuung) sicher und selbstständig leben können. Rehabilitative Übergangspflege ist bis zu 12 Wochen möglich.

Mögliche Gründe für Rehabilitation

  • Eingriffe bzw. Operationen (unfallchirurgischer, orthopädischer, chirurgischer, neurochirurgischer Art)
  • Interne Erkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen
  • Wirbelsäulenerkrankungen (z. B. Bandscheibenvorfälle, Wirbelfrakturen)
  • Schwäche nach operativen Eingriffen oder Intensivpflegeaufenthalt
  • Stabilisierung bei chronischem Krankheitsgeschehen
  • Wundheilungsstörung mit der Notwendigkeit einer Wundversorgung

Die wichtigsten Voraussetzungen sind Hauptwohnsitz der pflegebedürftigen Person in Niederösterreich, keine andauernde Pflegebedürftigkeit und eine ärztliche Bestätigung, dass eine Betreuung zu Hause noch nicht möglich ist. Und: Für dieses Angebot gibt es weder eine Altersgrenze noch das Erfordernis einer Pflegestufe!

Maßgeschneidertes Therapieprogramm

Das Pflege- und Therapieprogramm wird individuell auf die Erfordernisse und Bedürfnisse jeder einzelnen Person ausgerichtet. Pflege, Medizin und Therapie fließen dabei interdisziplinär ineinander. Physio- und Ergotherapie und Alltagstraining stellen die wichtigsten Bausteine der Übergangspflege dar. In jedem Haus gibt es neben modernsten Therapie- und Trainingsräumen eine persönliche Begleitung von der Aufnahme bis zur Rückkehr nach Hause, die gut geplant und vorbereitet wird – Beratung der Angehörigen inklusive.

Das Angebot umfasst:

  • Professionelle Pflege und Betreuung rund um die Uhr
  • Physiotherapie bzw. Ergotherapie
  • Ärztliche Betreuung
  • Individuell abgestimmtes Rehabilitationsprogramm
  • Hilfestellung und Beratung für pflegende Angehörige
  • Unterstützung bei Auswahl und Beschaffung von Hilfsmitteln
  • Kontakt zu ambulanten Diensten für die Betreuung daheim

    Im Bereich der Physiotherapie bzw. Ergotherapie kommen modernste bewegungstherapeutische Behandlungsmethoden und -techniken für rasche und bestmögliche Bewegungs- und Schmerzfreiheit zum Einsatz. Individuelle Alltags- und Selbsthilfetrainings sowie Beratung bezüglich einer Wohnraumanpassung für die Zeit danach komplettieren das Angebot. Angehörige werden in den Prozess mit eingebunden. Das gibt allen größere Sicherheit und erhöht die Motivation zu rehabilitativen Maßnahmen.

    Während der Zeit der Übergangspflege wohnen die Betreuten in einem unserer modernen Häuser in eigenen Wohnbereichen und sind damit rund um die Uhr liebevoll umsorgt.

    Zugänglich und leistbar für jeden

    Die rehabilitative Übergangspflege wird vom Land Niederösterreich gefördert und ist damit für jeden leistbar: Die Kosten sind nach den NÖ Heimtarifen geregelt und nach Pflegestufen gestaffelt. Als Eigenleistung sind pro Monat 80 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens sowie 100 Prozent des Pflegegeldes als Kostenbeitrag zu bezahlen. Die Differenz zwischen Eigenleistung und tatsächlichen Kosten wird – je nach Einkommen und Pflegegeldstufe – von der NÖ Sozialhilfe übernommen. Dies können bis zu 80 Prozent der Kosten sein. Die Kostenverrechnung und Antragstellung erfolgt direkt im jeweiligen Heim.

Die 20 Zentren in NÖ Landesheimen

Rehabilitative Übergangspflege wird in folgenden NÖ Landespflegeheimen angeboten: Amstetten, Baden, Eggenburg, Gänserndorf, Hainburg, Hollabrunn, Klosterneuburg, Korneuburg, Melk, Mistelbach, Mödling, Neunkirchen, St. Pölten, Scheibbs, Stockerau, Tulln, Waidhofen/Thaya, Waidhofen/Ybbs, Wiener Neustadt und Zwettl; darüber hinaus in vier Heimen privater Träger.

Infos: Direkt im Heim, unter Tel. 02742/9005-16378 und auf www.noelandesheime.at

@FOTO: LAND NIEDERÖSTERREICH

 

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